Redox-Serum-Analyse

Die Redox-Serum-Analyse (RSA; auch Komplexe-Serum-Redoxdifferenz-Provokationsanalyse genannt) erlaubt laut ihrer Erfinder (Heinrich und Hamann) und Fürsprecher erstmals eine verlässliche Aussage über die individuelle, körpereigene Antioxidation, also der Fähigkeit zur Neutralisierung krankmachender Sauerstoffverbindungen, sogenannter freier Radikale. Sie informiert angeblich über Krebserkrankungen und spiegelt lebenswichtige Stoffwechselreaktionen des Körpers wider. Laut Werbung ist es möglich, durch die RSA „für jeden die richtigen Vitalstoffe (Vitamine und Spurenelemente) bereit zu stellen“, wodurch „die Gesundheit erhalten wird“, „Verschleiß und vorzeitiges Altern verhindert wird“ und „Vorbeugung gegen Krankheiten möglich ist“.

Das Testverfahren (RSA) beruht auf der Methode, dass den entnommenen Blutproben reaktive Substanzen (so genannte Oxidantien, z. B. Koffein) zugesetzt werden. Die messbare Reaktion im Reagenzglas wird als Maß für die Entgiftungs- und Neutralisationskapazität betrachtet. Anhand der Messwerte sollen Rückschlüsse auf den individuellen Vitalstoffbedarf möglich sein und einen maßgeschneiderten Rezepturvorschlag ermöglichen.

Bewertung und Empfehlung:

Aus wissenschaftlicher Sicht kann die RSA nicht empfohlen werden, da bislang keine Angaben zur Aussagefähigkeit mittels Vergleichsuntersuchungen vorliegen und das Verfahren demnach nicht auf Richtigkeit geprüft ist. Weiterhin sind die komplexen Vitalstoffmischungen, die therapeutisch sinnvoll sein sollen, nicht auf Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit geprüft, aber äußerst teuer. Letztendlich basiert damit eine nicht unbedenklichkeits- und wirksamkeitsgeprüfte Therapie (Vitalstoffe) auf einer nicht wissenschaftlich geprüften Messmethode (RSA).

Achtung:

Die Behauptung, dass nur wiederholte Kontrollen des Bedarfes durch wiederholte RSA- Messungen und die den veränderten Messwerten angepasste Dosierung der Vitalstoffe den gewünschten Therapieerfolg sowie den gewünschten vorbeugenden Schutz garantieren können, ist eine unbewiesen Werbeaussage!

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Letzte Aktualisierung: 18.08.2017 © Krebsgesellschaft NRW