Fiebertherapie

Grundlage der Fiebertherapie sind Entzündungsreaktionen, die entstehen, wenn Bakterien oder Viren therapeutisch (z.B. als Infusion) verabreicht werden. Das Fieber ist die direkte Reaktion des Organismus auf eine Entzündung, bei der Fieber erzeugende immunologische Botenstoffe frei gesetzt werden. Dabei handelt es sich um Eiweiße bzw. Eiweißbestandteile, die körpereigene Abwehrfunktionen in Gang setzen, verstärken oder hemmen. Sie bestimmen im Wesentlichen die Zahl und Funktion von Abwehrzellen, die u. a. für die Vorbeugung und die Abwehr von Infektionskrankheiten, zum Teil auch für die Abwehr von Krebserkrankungen, verantwortlich sind.

Bewertung und Empfehlung:

Bislang gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung bzw. Studie, die einen therapeutischen Effekt der Fiebertherapie aufzeigt. Gut dokumentiert ist, dass Abwehrfunktionen durch die Fiebertherapie angeregt werden. Wie sich dies jedoch auf die Vorbeugung bzw. Therapie von Krebserkrankungen sowie deren Rezidive oder Metastasen auswirkt, ist völlig unklar. Im Gegensatz zu passiven Hyperthermiebehandlungen geht eine Fiebertherapie mit einer unkontrollierten unspezifischen Immunreaktion einher, u.a. auch mit der Freisetzung von Botenstoffen und Wachstumsfaktoren (= Zytokinen). Diese könnten auch einen Wachstumsreiz für Krebszellen darstellen. Zusätzlich geht die Fiebertherapie teilweise mit erheblicher Belastung für das Herz-Kreislaufsystem und mit Krampfgefahr einher.

Warnung:

Fiebertherapien sind als gesundheitsgefährdend einzustufen und können bei Krebserkrankungen auf keinen Fall empfohlen werden.

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Letzte Aktualisierung: 18.08.2017 © Krebsgesellschaft NRW