Kurkuma/Curcumin

Kurkuma (Curcuma longa, Gelbwurz) gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist ein traditionelles Heilmittel der Ayurveda-Medizin. Es ist der Bestandteil, der indischen Currymischungen Geschmack und Farbe (Curcumin) verleiht.

In der traditionellen indischen Volksmedizin wird Kurkuma u. a. gegen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt sowie Entzündungen verordnet. In der Alternativmedizin wird Kurkuma u. a. zur Krebsvorbeugung und Krebstherapie empfohlen.

Diese Empfehlungen beruhen auf experimentellen Daten, die antioxidative, entzündungs- und wachstumshemmende Aktivitäten (u. a. gegen Krebszellen) im Reagenzglas aufzeigen.

Da sehr hohe Konzentrationen Kurkuma erforderlich sind, um die genannten Wirkungen zu erreichen, ist die direkte Übertragung der experimentellen Daten auf Menschen nicht möglich. Kontrollierte klinische Studien, die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Kurkuma bei Krebserkrankungen belegen, fehlen bislang.

Bewertung und Empfehlung

Ein Blick in die wissenschaftlichen Datenbanken zeigt, dass alle Studien zur Wirkung von Curcumin auf Krebs experimentell sind oder gravierende methodische Mängel aufweisen und somit den Unbedenklichkeits- und Wirksamkeitsnachweis nicht führen können. Daher wird die Einnahme von hochdosierten Kurkuma-Extrakten zur Krebsvorbeugung und Krebstherapie nicht empfohlen. Als Gewürz kann Kurkuma allerdings etlichen Speisen einen pikanten Geschmack verleihen.

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Letzte Aktualisierung: 22.01.2017 © Krebsgesellschaft NRW