Psychoonkologische Maßnahmen

Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung und im Verlauf der Therapie stehen Krebspatienten unter hoher psychischer Belastung. Viele Betroffene und deren...

Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung und im Verlauf der Therapie stehen Krebspatienten unter hoher psychischer Belastung. Viele Betroffene und deren Angehörige profitieren in dieser Situation von unterstützenden Maßnahmen, wie sie von psychosozialen Krebsberatungsstellen, vom psychoonkologischen Dienst im Krankenhaus oder von niedergelassenen Psychoonkologen angeboten werden.

Heilende Wirkung ist von psychoonkologischen Maßnahmen allerdings nicht zu erwarten. Auch konnte in wissenschaftlichen Studien entgegen weitverbreiteter Annahme nicht bestätigt werden, dass es einen Zusammenhang zwischen psychischer Belastung und der Entstehung oder dem Wiederauftreten von Krebs gibt. Nachgewiesen ist lediglich der umgekehrte Effekt: nämlich ein positiver Einfluss seelischer Balance auf den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität. Im Sinne eines ganzheitlichen Behandlungskonzeptes spielt die Psychoonkologie damit eine wichtige Rolle.

Der Beginn psychoonkologischer Beratung oder Behandlung sollte möglichst zeitnah zur Diagnosestellung erfolgen, ist aber auch im weiteren Verlauf der Behandlung jederzeit sinnvoll.

Viele Krebskranke kommen ohne professionelle Hilfe zurecht, suchen aber den Austausch mit ebenfalls Erkrankten. In Nordrhein-Westfalen gibt es über 300 Krebs-Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene zum Gespräch und für gemeinsame Unternehmungen zusammenfinden.

© FOTOLIA

Tipp:

Die Broschüre „Mit Leib und Seele leben“ beschäftigt sich ausführlich mit den Themenbereichen Ernährung, Sport und Psychoonkologie. Sie erhalten das Heft bei der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen. Hier können Sie auch Adressen von Krebsberatungsstellen, Krebsnachsorgesportgruppen sowie von Psychoonkologen und Selbsthilfegruppen erfragen.

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Letzte Aktualisierung: 27.03.2017 © Krebsgesellschaft NRW