Regeneration

Haben Sie Mut zur Pause! Regeneration ist ebenso wichtig wie die Belastung. Unser gesamter Organismus funktioniert im Wechsel von Belastung und Entlastung, daher sollten Sie auch das Training nach diesem Prinzip gestalten. Gerade nach einer Krebserkrankung braucht der Körper etwas Zeit, sich zu erholen.

Folgendes sollten Sie beachten:

  • Überfordern Sie sich nicht.

  • Zu viel Belastung ist ebenfalls nicht gesund.

  • Legen Sie mindestens zwei Regenerationstage pro Woche ein, an denen Sie keinen anstrengenden Sport treiben. Anstrengend bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Ihre Herzfrequenz deutlich ansteigt, Schweiß ausbricht und Sie außer Atem geraten.

  • Ein Trainingseffekt entsteht nur durch die optimale Mischung aus Anspannung und Entspannung.

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Kontraindikationen für Sport

Bei folgenden Diagnosen oder Symptomen sollten Sie anstrengende Sportprogramme vermeiden:

  • Unkontrollierbarer Blutdruck (zu hoch oder zu niedrig)
  • Akute Blutungen oder starke Blutungsneigung
  • Schmerzen
  • Niedriger Hämoglobin-Wert (unter 8g/dl Blut)
  • Fieber (über 38°C)
  • Infekte
  • Thrombozyten unter 10.000 (zwischen 10.000 und 20.000 nur unter strenger Kontrolle eines erfahrenen Therapeuten)
  • An Tagen der Gabe von herz- oder nierenbelastenden Chemotherapeutika

Sauna bei Krebserkrankung

Regelmäßige Saunabesuche stärken die Gesundheit, denn der Wechsel zwischen Hitze und Abkühlung trainiert das Herz-Kreislaufsystem, aktiviert das Abwehrsystem und den Stoffwechsel und mindert den Alltagsstress. Dies gilt selbstverständlich auch für Krebspatientinnen und Krebspatienten nach abgeschlossener Akuttherapie (Operation, Chemo- und Strahlentherapie).

Nach abgeschlossener Behandlung (ca. 10-12 Wochen nach Beendigung der akuten Therapie) muss kein Krebspatient auf das „Wohlfühlbad“ verzichten. Saunabesuche sind grundsätzlich auch bei Dauertherapien (z.B. Hormontherapie, Antikörpertherapien) erlaubt. Klären Sie aber immer mit Ihrem Arzt ab, ob ein Saunabesuch für Sie individuell unbedenklich ist! Bei Kombinationstherapien (z.B. Chemo- und Antikörpertherapie) sollten vor dem ersten Saunabesuch und später in regelmäßigen Abständen (optimal alle drei Monate) Herz- und Kreislauffunktionen überprüft werden.

Tipps

Damit Ihr Saunabesuch zum Wohlbefinden beiträgt, sollten Sie beachten:

  • Die ersten Saunagänge in einer Dampfsauna oder bei Temperaturen von 50-70° C durchführen (optimal ca. 2-3 Minuten). Dabei zunächst die unteren Bänke benutzen, da es dort am kühlsten ist.

  • Pausen einlegen (optimal nach jedem Saunabesuch etwa 30 Minuten).

  • Bei regelmäßigen Saunabesuchen können die Temperatur (optimal nicht über 80° C) und die Dauer (optimal ca. 15 Minuten) langsam gesteigert werden.

  • Auf angemessene Abkühlung achten. Sie sollte gleichmäßig und nicht zu plötzlich erfolgen und an Armen und Beinen beginnen. Nach Brustoperationen auch den Arm der operierten Seite einbeziehen.

Achtung:

Kein Saunabesuch während der akuten Therapie! Es besteht erhöhte Infektionsgefahr. Zudem können vereinzelte Chemotherapien Herz-Kreislauffunktionen beeinträchtigen.

Sauna bei Lymphödem nach Brustkrebsbehandlung

Generell ist ein Saunabesuch (unter Beachtung der genannten Vorsichtsmaßnahmen) auch mit Lymphödem nach Brustkrebsbehandlung möglich. Bei auftretenden Schwellungen (z.B. im Arm), Schmerzen oder Schwindel sollte der Saunagang sofort abgebrochen werden! Der betroffene Arm sollte ausgestreckt, hochgelegt und gekühlt werden und gegebenenfalls sollte ein Kompressionsstrumpf angelegt werden!

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Letzte Aktualisierung: 18.08.2017 © Krebsgesellschaft NRW